NOR AREW - Verein zur Förderung der Klassischen Homöopathie e.V.

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Jahresbericht 2025

den Anfang unserer Arbeit im Jahr 2025 machte Mariam Gharabaghtsyan. Sie flog im Februar nach Agra (Indien), um bei den Drs. Pareek ein Homöopathie-Seminar in deren Klinik zu besuchen. Diese Seminare sind äußerst wertvoll, weil man dort die Patienten, über die gesprochen wird, auch vorgestellt bekommt. Ich habe es selbst bei drei Besuchen vor Ort in den letzten Jahren erlebt. Mariam Gharabaghtsyan hat danach die Aufgabe, diese Seminare für ihre Kolleginnen und Kollegen in Armenien aufzuarbeiten und in Arbeitskreisen weiterzugeben, was auch regel­mäßig durchgeführt wird. Ich bin immer wieder erstaunt, wie akribisch genau ihre Seminarauf­zeichnungen sind. Die Homöopa­thinnen und Homöopathen treffen sich dann wöchentlich, um die Seminarergebnisse zu erfahren. Wir danken Mariam Gharabaghtsyan für diese Arbeit.

Als wir 2023 unseren 7. Homöopathie-Kongress in Eriwan abhielten, wurden wir von osteuropäischen Homöopathinnen und Homöopathen gebeten, mit Dr. med. Dario Spinedi aus der Schweiz ein Seminar in Armenien zu organisieren. Dr. Spinedi hatte jahrelang in Italien für osteuropäische homöopathische Ärztinnen und Ärzte Seminare abgehalten. Durch die Kriegssituation dürfen die russischen Homöopathinnen und Homöopathen aber nicht mehr nach Westeuropa reisen.

Dr. Spinedi hatte auch bei unseren bisherigen Kongressen in Armenien gesprochen und ist ein beliebter Referent. Er erklärte sich bereit, ein einwöchiges Seminar in Armenien abzuhalten, wenn wir ihm bei der Organisation helfen würden. So kam es dann auch, dass vom 12. – 16. Mai 2025 dieses Seminar für Osteuropäer in Armenien mit Dr. Spinedi stattgefunden hat mit 110 Teilnehmern aus Osteuropa, 25 armenischen Homöopathinnen und Homöopathen und einigen Westeuropäern. Eine intensive Woche mit großem Lob besonders seitens der Osteuropäer ging zu Ende. In Osteuropa ist man nicht gewohnt, so gut organisierte Seminare besuchen zu können. So genossen diese Gäste es um so mehr, von uns so gut betreut zu werden. Für die Simultanübersetzung ins Russische stand wieder unsere Naira zur Verfügung und wurde von ihrem Kollegen Levon unterstützt, der auch früher schon bei unseren Kongressen übersetzt hatte.

Eine große Hilfe bei all diesen Organisationen sind unser Kassier Heinz Kienzle mit seiner Frau Marianne, Brigitte Marquardt aus Stuttgart und Dagmar Ohnemus aus Karlsruhe. Seit Jahren sind wir ein eingespieltes Team und jeder hat seine Aufgaben.

Die Kosten des Seminars wurden durch die Seminargebühren der Teilnehmer getragen.
Dadurch entstanden unserem Verein keine zusätzlichen Kosten. Lediglich für die 25 armenischen Homöopathinnen und Homöopathen hat unser Verein einen Teil der Seminargebühren übernommen, damit sich die armenischen Homöopa­thinnen und Homöopathen eine Teilnahme überhaupt leisten konnten.

Nach dem Seminar reisten wir Westeuropäer mit Naira noch vier Tage durch den Norden Armeniens. Ganz in der Nähe der georgischen Grenze hatten wir zwei Übernachtungen.

Dort führte uns ein Ortskundiger in ein Gebiet von Störchen- und Pelikankolonien. Die Flora war noch sehr reduziert vorzufinden, da wir dort in 2000 m Höhe gewandert sind. Auch der kalte Wind hat uns etwas zugesetzt und das noch etwas „unterkühlte“ kleine Hotel.

Auf dem Weg dorthin besichtigten wir noch ein Kloster. Offenbar besuchen dort fünf Jugendliche die Klosterschule. Sie wurden während unserer Besichtigung im Garten unter der strengen Führung eines Priesters mit gymnastischen Übungen gedrillt. Für uns ein etwas ungewohnter Anblick.

Die Route der Rückreise ging an der türkischen Grenze entlang, so dass wir immer wieder türkische Wachtürme erkennen konnten. Auf dem Weg besichtigten wir die Ruine einer Basilika und unser Bus stand vielleicht 5 m vom türkischen Grenzzaun entfernt. Irgendwie ist das schon ein komisches Gefühl. Aber ich war noch bei keiner Armenienreise in Gefahr.

Die dritte Nacht verbrachten wir dann in einem sehr schönen Hotel in Bjurakan, wo ich mit allen zusammen meinen Geburtstag feiern durfte. Wir hatten einen phantastischen Blick zum Ararat, vor allem auch mit einer herrlichen Abendstimmung.

Kurz vor Jerewan besuchten wir noch einen Weinbaubetrieb, der vorwiegend biologische Weine herstellt. Da lag es natürlich nahe, noch eine Weinprobe zu machen. Wir wurden reichlich verwöhnt.

Unser Abendessen fand in einem Laubenrestaurant am Rande von Eriwan statt. Die Wirtin war eine armenische „Sarah Wiener“, d.h. sie hat schon verschiedene Kochsendungen im Fernsehen gestaltet. Es war ein fürstliches Essen, ganz nach armenischer Art.

Da wir dieses Mal mit neun Personen nach Armenien geflogen sind, konnte jeder wieder ein Päckchen an homöopathischen Arzneien mit­nehmen. Wir dürfen immer nur eine kleine Menge pro Person mitnehmen.

Unsere junge Ärztin Ruzan betreut weiterhin Karabachflüchtlinge, für die einige von Ihnen gespendet haben. Sie behandelt diese homöopa­thisch und wird von uns dafür bezahlt. Für die Kranken sind die Behandlungen kostenlos. Die Kranken werden oft von Naira zu Ruzan geschickt, da auch Naira vielen Flüchtlingen hilft.

Die homöopathischen Arzneien bekommen wir nach wie vor von der Altstadt-Apotheke in Amberg. An die Familie Brandt geht wieder einmal unser besonderer Dank. Ohne ihre sehr großzügige Unter­stützung wäre unsere Arbeit in Armenien in diesem Umfang nie möglich.

Ein großer Dank geht auch an Frau Claudia Lansche (Firma Lansche-Versand GmbH), die uns sehr oft großzügige Spenden in Form von Ledermappen und Papiertütchen für die Globuli zukommen lässt.

Bei Ihnen allen bedanken wir uns für Ihre Unterstützung und wünschen uns, dass Sie uns auch weiterhin treu bleiben.

Von Herzen wünschen wir Ihnen ein gesundes,

zufriedenes, lichtvolles Jahr 2026.

Ihre Sabine Zimmermann

(Vereinsvorsitzende)

 

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