Armenien liegt im südlichen Kaukasus, grenzt im Westen an die Türkei, im Süden an den Iran, hat im Osten Aserbeidschan als Nachbarn und im Norden die Georgier.

Nach offiziellen Angaben vom Juli 2007 hat das Land derzeit noch 2,9 Millionen Einwohner.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation sind in den letzten Jahren viele Armenier ausgewandert.
In der Größe von ca. 30.000 km² entspricht es ungefähr der Größe von Belgien. Von dieser Fläche sind aber wegen der Hochgebirgslage höchstens ein Drittel bewohnbar.
Armenien ist ein steiniges, karges Land mit sehr heißen Sommern und sehr kalten Wintern.
Die Hauptstadt Jerewan liegt ca. 1000m über dem Meeresspiegel und ist von Bergen umsäumt, die bis in eine Höhe von über 4000m ragen.

Von der Stadt aus sieht man bei entsprechendem Wetter den Berg Ararat, den Schicksalsberg der Armenier. Er ist über 5000m hoch und schwebt mit seinem schneereichen Gipfel wie eine Lichtwolke über dem Land. Leider gehört der „heilige Berg“ heute nicht mehr zu Armenien.
Er ist jetzt auf türkischem Staatsgebiet. Armenien ist immer noch geprägt durch den Völkermord um 1915 von der Türkei aus, wobei ungefähr 1,5 Millionen Armenier umgebracht wurden. Die Historiker, egal ob Armenier oder Türken, belegen diese Tatsache, aber in der Türkei wird dieser Völkermord immer noch abgestritten und erscheint in keinem Geschichtsbuch.

 

Als früherer Sowjetstaat hatte Armenien nach der Auflösung der Sowjetunion einen starken wirtschaftlichen und politischen Einbruch. Heute gehört das Land zu den GUS-Staaten.

Das Wiederfinden der eigenen Identität, das schwere Erdbeben im Dezember 1988 und der Konflikt mit Aserbeidschan um die Enklave Berg-Karabach, hatte dieses Land in eine fast ausweglose Situation gebracht. Die Bevölkerung lebte jahrelang fast ohne Strom und Wasser und die Ernährung war unterstes Niveau. Die große Arbeitslosigkeit verändert sich derzeit etwas, da immer mehr Investoren auch aus dem Ausland kommen und die Industrie wieder mit aufbauen. In Jerewan kann man wieder von einem fast normalen Leben sprechen, aber die Landbevölkerung lebt in einer unvorstellbaren Armut und Trostlosigkeit.
Die Gastfreundschaft ist oft ungebremst.

Wer aber einmal Armenien bereist, kommt von diesem Land nicht wieder los. Als das älteste christliche Land (seit 301) birgt es viele kulturelle Schätze in sich und man findet viele „Zeugen“ der Vergangenheit.
Immer wieder begegnet man in den Bergen alten Klöstern, die in den letzten Jahren, Dank ausländischer Hilfe, wieder renoviert werden konnten. Sie stehen an Plätzen, die in einem etwas bewegen und berühren.

In Jerewan findet man weltweit eines der größten Museen für alte Buchmalereien. Es ist wirklich sehenswert und sehr beeindruckend.
Die Innenstadt von Jerewan ist inzwischen wieder ein pulsierender Kern bis tief in die Nacht hinein. Die Geschäfte haben meistens bis Mitternacht geöffnet, man geht spazieren, flaniert durch die Straßen. Nur in den Hinterhöfen sieht man noch das echte armenische Leben.

Es gibt heute schon viele Reisebüros, die Armenienreisen organisieren.
Es lohnt sich, dieses Land kennen zu lernen.

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